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Roxanne, 21, Wirtschaftsjuristin

Das Fach Wirtschaftsjura ist eine Mixtur aus Wirtschaftswissen und Jura. Die angehende Wirtschaftsjuristin Roxanne interessiert sich besonders für das Personalwesen. Als Wirtschaftsjuristin kann sie in Zukunft Unternehmen bei der Gestaltung von Arbeitsverträgen, Arbeitsbedingungen und in der Personalverwaltung unterstützen. Wie Roxanne ihre Ausbildung zur Wirtschaftsjuristin erlebt und was die Vorteile dieses Studiums sind, erfährst du hier!

Die Zeit davor

Eigentlich wollte ich Jura studieren. Aber die hohe Arbeitslosenquote unter Juristen hat mich abgeschreckt. Deshalb habe ich mich für das FH-Studium „Wirtschaftsrecht“ entschieden.

Gleich nach meinem Abitur habe ich mich für dieses Studium bei verschiedenen Fachhochschulen, die Wirtschaftsrecht anbieten, beworben. Gleichzeitig habe ich ein dreimonatiges Praktikum im Personalwesen eines mittelständischen Unternehmens absolviert. Das war Einstiegsvoraussetzung für das Studium und mein Einstieg in den ersten Job, denn ich bekam das Angebot, neben meinem Studium weiter bei diesem Unternehmen arbeiten zu können!

Ich bin sehr kommunikativ und kann gut mit Menschen umgehen. Auch das eigenverantwortliche Arbeiten macht mir einfach super Spaß. Meine Eltern unterstützen mich voll und ganz. Da ich ja mein eigenes Geld verdiene, weil mein Arbeitgeber mir mein Studium finanziert, kommen auf sie keine neuen finanziellen Belastungen hinzu, wie es beim Vollzeitstudium der Fall gewesen wäre.

Das erste Jahr

Mein erster Eindruck von meinem Arbeitsplatz war super. Ich bekam gleich am Anfang eigene Projekte und habe ziemlich früh eine Präsentation halten müssen. Es war eine Herausforderung für mich, die ich aber gemeistert habe. Mein Arbeitgeber und ich haben sehr schnell gemerkt, dass der Bereich Personal mir liegt. Zu meinem Chef habe ich ein sehr lockeres Verhältnis.

Es gibt immer Kollegen, die Berufseinsteiger zum Kaffeekochen schicken. Aber ich habe ja sofort eigenverantwortlich arbeiten dürfen, deshalb macht es mir nichts aus, manchmal auch den Kaffee zu kochen.

Jobben muss ich zum Glück neben meinem Studium nicht, das Geld, das ich verdiene, reicht für meinen Lebensunterhalt. Zeit für Hobbys blieb aber im ersten Jahr wenig.

Ich habe am Anfang noch getanzt, aber das musste ich jetzt aus gesundheitlichen und zeitlichen Gründen aufgeben. Manchmal mache ich noch ein bisschen Fitness. Aber zwischen Job, Hörsaal und Klausurvorbereitung bleibt kaum noch Zeit.

Meine Freunde bewundern mich oft, dass ich alles so gut unter einen Hut bekomme. Viele von ihnen studieren an einer staatlichen Universität und müssen nebenbei jobben. Ich habe hingegen ein festes Gehalt und einen festen Arbeitsplatz – und studiere!


Der Job

Am meisten Freude habe ich an eigenen Projekten, die für mich ganz neu sind. Zum Beispiel musste ich neulich für die Personalabteilung eine so genannte 360-Grad-Bewertung der Mitarbeiter planen; dabei wird jeder Mitarbeiter von vier seiner Kollegen bewertet. Zwei darf er sich aussuchen, zwei werden bestimmt. Ich musste dann das Projekt planen, umsetzen und schließlich auch auswerten.

Natürlich gibt es auch Routinearbeiten, die keinen Spaß machen. Das ist überall so. Aber damit komme ich schon klar.

...und jetzt?

Über die Zeit nach dem Studium habe ich mit meinem Arbeitgeber noch nicht konkret gesprochen. Ich weiß aber, dass er mich – wenn es die finanzielle Lage erlaubt – gerne behalten will, weil er ja auch viel Geld investiert. Bisher wurden auch alle, die ein berufs- bzw. ausbildungsbegleitendes Studium bei uns in der Firma absolviert haben, übernommen. Einen bestimmten Bereich, den ich übernehmen soll, gibt es in Zukunft erst einmal nicht, weil ich erst im Sommer wieder in die Abteilung Personal komme. Zur Zeit lerne ich acht Monate lang andere Abteilungen kennen, um ein umfassendes Bild von den Abläufen im Unternehmen zu bekommen.
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