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Rauf auf die Bretter

Schauspieler zu werden ist für viele ein Traum. Oft schwirren in den Köpfen zukünftiger Filmstars die Karrieren von Bratt Pitt oder Jennifer Aniston herum, doch die Realität des Berufs sieht für die meisten Schauspieler/innen ganz anders aus!

Wer Schauspieler/in werden möchte, der braucht eine solide Ausbildung an einer Schauspielschule. Obwohl die Berufsbezeichnung „Schauspieler“ nicht geschützt ist, haben erfolgreiche Schauspieler/innen in der Regel eine fundierte Berufsausbildung abgeschlossen. Dass man ohne Ausbildung durch die Arbeit als Komparse entdeckt wird, ist ein Glücksfall, mit dem man nicht rechnen sollte. Wie bei den meisten Berufen steht auch beim Schauspiel vor dem Erfolg der Schweiß. Gerade in der Anfangsphase handelt es sich hierbei vor allem um Angstschweiß, denn die Aufnahme an einer Schauspielschule ist Konkurrenzkampf pur: Die Anzahl der Bewerber an renommierten Schauspielschulen übersteigt bei weitem die Studienplätze.

Wer sich gegen die Mitbewerber durchsetzt und der nervenaufreibenden Aufnahmeprozedur standhält, kann den Start ins Bühnenfach beginnen. Bestandteil der Ausbildung sind Fächer wie Sprecherziehung, Improvisation, Tanz, Literaturgeschichte, Fechten und Stimmbildung. Neben den kostenlosen staatlichen Schauspielschulen gibt es kostenpflichtige private Schulen. Auf diesem heiß umkämpften Markt ist es empfehlenswert, die Ausbildung an einer renommierten Schauspielschule anzustreben, denn dies verbessert die Chancen, nach der Ausbildung ein Engagement zu erhalten.

Nach der Abschlussprüfung folgt also der Schritt ins Berufsleben. Da sich viel mehr Frauen als Männer für den Beruf entscheiden und es am Theater mehr Männer- als Frauenrollen gibt, ist die Konkurrenz gerade für Schauspielerinnen besonders hart. Wer nicht das Glück hat, von einem Regisseur entdeckt zu werden und auf diesem Weg zu einem Engagement zu kommen, der wendet sich an eine Vermittlungsagentur, eine so genannte Theateragentur. Der Service der Agenturen umfasst die Erstellung eines Steckbriefes, die an alle Theater geschickt werden. Zusätzlich erhalten die Agenturen Informationen über freie Stellen von den Theatern.

Viele Schauspieler wollen ins Fernsehen, da die höheren Gagen locken, doch die meisten Schauspieler werden zunächst am Theater das in der Ausbildung Gelernte praktisch vertiefen. Der Arbeitsalltag besteht aus Proben und abendlichen Vorstellungen. Oft wirdvier bis acht Wochen gespielt, manchmal sogar länger.

Der Lohn für diese Anstrengungen: Die Mindestgage am Theater beträgt 1550 Euro. Beim Film erhalten Anfänger 500 Euro pro Drehtag, die Gagen von Stars können bis zu 5000 Euro betragen. (Quelle: Süddeutsche Zeitung)

Bekannte Schauspielschulen sind beispielsweise die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin, das Max-Reinhardt-Seminar in Wien, die Universität der Künste in Berlin und die Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.
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