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Böse Falle Nebenjob
Wer dazugehören will, muss dazuverdienen. Markenklamotten, Mountainbike, Computer und Co. gehen ganz schön ins Geld. Nicht immer reicht das magere Taschengeld für das Gesamt-Equipment, das der Schüler oder die Schülerin von heute für unumgänglich hält.
So wie Mark - gerade 18 geworden - jede Woche drei (Nacht-) Schichten in einer Berliner Gaststätte schiebt, oder Susanne, die sich zwei Abende die Woche damit versüßt, Pizzas zuzustellen.
Die Eltern von Mark und Susanne können oder wollen nicht jeden Wunsch ihres anspruchsvollen Nachwuchses erfüllen. Da Mark und Susanne trotzdem weder auf ihr Handy, noch auf den Snack zwischendurch oder den Discobesuch am Wochenende verzichten wollen, gehen sie nebenher arbeiten. "Das machen doch fast alle," ist ihr Kommentar.
Das ist leider durchaus richtig: Allein der deutsche Einzelhandelsverband geht von 45.000 Schülern aus, die im Einzelhandel tätig sind. Nach einer Mini-Umfrage des Gymnasiums Billstedt in Hamburg beginnen die meisten Schüler schon in der 10. Klasse zu arbeiten, bis zum Abitur werden es immer mehr. Rechnet man diese Mini-Umfrage hoch, muss man annehmen, dass beispielsweise 60% aller Oberstufenschüler heute arbeiten.
Während in Deutschland das Problem Nebenjob kaum Beachtung findet, fordern Politiker in den USA, die Zahl der Stunden, die Schülerinnen und Schüler arbeiten dürfen, zu senken.
Eines wird leider beim Nebenjob leider oft ausgeblendet: Übertriebene Jobaktivitäten gehen oft auf Kosten der schulischen Leistungen: Einmal Pizzabote, immer Pizzabote, dieser Alptraum kann durchaus wahr werden.
So heißt es genau abzuwägen, wie viel Job man nüchtern betrachtet während der stressigen Schulzeit vertragen kann. Wie wichtig ist das neue Handy oder der neue Pulli? Wie viel wert ist ein entspannter Tagesablauf und ausreichend Zeit, sich auf Klassenarbeiten und Klausuren vorzubereiten? Wie viel ist es dir wert, auf ein gutes Abschlusszeugnis zu verzichten?
Diese Fragen muss sich jeder selbst stellen, aber eines ist sicher: Schülerinnen und Schüler haben was Besseres verdient als Nebenjobs!
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