Laut einer Umfrage des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ studieren viele Studenten am Arbeitsmarkt vorbei.
Die Studentinnen und Studenten der technischen Berufe und der Naturwissenschaften sollen laut einer Umfrage unter 25.000 Studenten klare Vorteile im Berufsleben haben. So finden sie wesentlich schneller einen Arbeitsplatz, erhalten häufiger eine Festanstellung und verdienen teilweise das Doppelte. Damit sind die Unterschiede zwischen den Studiengängen wesentlich gravierender als vermutet.
Während Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens mit einem durchschnittlichen Einstiegsgehalt von 3227 Euro rechnen dürfen, müssen sich die Schlusslichter Germanisten mit durchschnittlich 1598 Euro zufrieden geben, so sie denn eine Anstellung finden.
Dennoch gehört Germanistik zu einem der beliebtesten Studienfächer. Ein Umstand, der sich in naher Zukunft ändern könnte. Ebenfalls zu den Verlierern bei den Gehältern gehören die Anglisten und die Geschichtswissenschaftler, aber auch Architekten und Medienwissenschaftler befinden sich am untersten Ende der Gehaltsskala. Freuen können sich dagegen Betriebswirtschaftler, Wirtschaftsinformatiker, Elektrotechniker und Mathematiker, die überdurchschnittliche Einstiegsgehälter erwarten dürfen.
Obwohl die Arbeitslosigkeit unter Akademikern im Vergleich sehr niedrig ist, müssen Bewerber der Geisteswissenschaften mehr Kampfgeist beweisen, bis sie eine Vollzeitstelle ergattern. Während Wirtschaftsingenieure sich bereits beim Einstieg in den Beruf zu 96% über eine Vollzeitstelle freuen können, schaffen es nur 66% der Historiker, einen unbefristeten Vertrag zu erhalten.
So bestätigt sich immer wieder das alte Vorurteil: Wem Sicherheit und Gehalt das wichtigste im Leben sind, der sollte sich für einen technischen oder naturwissenschaftlichen Studiengang entscheiden. Begabung natürlich vorausgesetzt.
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