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"Ökologie und Ökonomie müssen kein Gegensatz sein"Christoph Schneider (22) studiert Betriebswirtschaft und macht sich für die Umwelt stark. Wirtschaft & Öko – wie bringt er das zusammen?Von Christoph Schneider Umweltschutz, Wirtschaft und Internet? Wie passt das mit einem BWL-Studium zusammen? Das fragen mich viele. Die Antwort ist für mich jedenfalls ganz einfach, ich war zehn, als ich angefangen habe, mich mit Umweltproblemen zu beschäftigen. Schnell war der Wunsch da, selbst was zu tun. 1998 hat mich dann die Faszination des Internet gepackt. Ich habe angefangen, meine ersten Webseiten zu bauen. Der Inhalt lag für mich auf der Hand: Umweltthemen. Das gab es im Netz damals kaum, ich fühlte mich als Pionier. Und hatte bald den ersten Krach mit meinen Eltern. Denn die Einwahlgebühren fürs Internet waren damals noch extrem hoch. Flat Rates stellten den Familienfrieden wieder her. Ja, und dann waren meine Eltern auf einmal sehr stolz auf mich, als ich die ersten Ehrungen und Erfolge mit meinen Projekten hatte. 2001 erhielt ich für mein Umweltengagement im Web den Hoffnungspreis der Deutschen Umweltstiftung. Das motivierte mich, mein Web-Angebot zu erweitern. Das hat viel Freizeit gekostet. Aber wenn ich heute sehe, dass sich rund 60.000 Besucher im Monat auf meine Seiten klicken, dann weiß ich: Der Einsatz hat sich gelohnt. Und wie bin ich dann zum BWL-Studium gekommen? Das war für mich schon früh klar. Mein Vater arbeitete im Vertriebsmanagement eines Chemiekonzerns. Schon als Kind hatte ich dadurch Familienanschluss ans Wirtschaftsleben. Mit 13 habe ich regelmäßig den Wirtschaftsteil der Zeitung und Wirtschaftsmagazine gelesen. Daher der Wunsch, im Studium etwas mit Wirtschaft zu machen. Wirtschaftspolitische Fragen und Psychologie interessieren mich auch. Ein Politik- oder Psychologie-Studium wäre daher eine Alternative gewesen. Da die BWL jedoch Elemente dieser anderen Fächer enthält, hatte ich mich schnell für meinen ursprünglichen Favoriten entschieden. Und hier kommt die Verbindung zu Umweltfragen. Ich wollte auch aus unternehmerischer Sicht verstehen, warum Unternehmen in Umweltfragen bestimmte Standpunkte einnehmen. Ein Beispiel: Noch vor ein paar Jahren konnten Unternehmen CO2 ausstoßen, ohne dass sie dies etwas gekostet hätte. Heute müssen sie dafür Emissionszertifikate kaufen. Für sie besteht also ein Anreiz, energieeffiziente Fabriken zu bauen, um möglichst wenige dieser Zertifikate kaufen zu müssen. Ich will beides, die unternehmerische Sicht und das notwendige Umweltbewusstsein, zusammenbringen. Jede Führungskraft kann im Kleinen oder Großen etwas tun. Sei es, im Kopierer Recyclingpapier zu benutzen oder sich für umweltfreundliche Produktionsanlagen zu entscheiden. Ökonomie und Ökologie müssen zusammengehen, wollen wir eine gute Zukunft haben. Daran will ich mitarbeiten. Mehr über die Arbeit von Christoph Schneider findet ihr hier: http://www.wahre-superstars.de/christoph_schneider.html und www.umweltschutzweb.de. |



