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Jobs, auf die du selbst niemals kommen würdest - Industrieelektroniker/in

Der Industrieelektroniker ist der Daniel Düsentrieb in Produktionsanlagen. Wenn etwas klemmt oder nicht mehr richtig funktioniert, spürt er mit Hilfe von Mess- und Prüfgeräten die Ursache des Fehlers auf.

Damit es aber gar nicht erst zu Produktionsfehlern kommt, checkt der Industrieelektroniker regelmäßig die komplexe Anlage. Auch wenn neue Anlagen gebaut werden, sind Industrieelektroniker vor Ort, helfen bei der Montage und überprüfen die Funktionalität.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Industrieelektroniker sind Hauptschulabschluss oder Mittlere Reife, handwerkliches Geschick, Sorgfalt und ein gewisses technisches Verständnis. Gute Noten in Mathe und Physik werden auch gern genommen, weil in diesem Beruf oft mit Zahlen jongliert wird. Farbenblindheit oder andere Sehstörungen sind beim Beruf Industrieelektroniker keine gute Ausgangslage.

In der 1-jährigen Grundausbildung lernt man das Zusammenbauen, Verdrahten und Prüfen von elektrischen und elektromechanischen Bauteilen zu Baugruppen, das Verlegen und Anschließen von Leitungen und das Messen von Stromgrößen. In der 2,5 jährigen beruflichen Fachbildung erfährt man, wie man automatisierte Produktionseinrichtungen wie z.B. Roboter montiert, instandhält und überwacht.

Fehler erkennen und beheben und das Zusammenbauen und Verdrahten von elektromechanischen Bauteilen zu Baugruppen sind ebenfalls Bestandteil der Lehre. Industrieelektroniker können zwei Fachrichtungen einschlagen: Produktionstechnik und Gerätetechnik.

Hannes ist 24 Jahre alt und arbeitet als Industrieelektroniker. Wir haben ihn gefragt:

wassollwerden: Welchen Schulabschluss hast du?

Hannes: Ich habe die Mittlere Reife gemacht.

wassollwerden: Wie lange dauerte deine Lehre?

Hannes:
3,5 Jahre.

wassollwerden: Welche Fähigkeiten muss man als Industrieelektroniker so mitbringen?

Hannes:
Ein bisschen handwerkliches Geschick und viel Neugier.

wassollwerden:Gibt es Frauen in diesem Beruf?

Hannes:
Ja, es gibt welche und ich selber kenne zwei.

wassollwerden: Wie sieht deine Arbeit aus? Was tust du so den ganzen Tag?

Hannes: Morgens gehe ich zur Arbeit. Ich verdrahte Anlagen und Bussysteme und spüre Fehler auf. Einschalten und Prüfprotokoll schreiben. Und zwischendurch mal Frühstück und Mittag machen. Ab und zu mal fahre ich auf Montage.

wassollwerden: Beschreibe mal, was typische Arbeiten sind, die ein Industrieelektroniker erledigen muss.

Hannes: Außer Kaffee trinken? Mmh, das kommt auf den Betrieb drauf an. Ich arbeite viel an Schaltschränken, die verdrahtet werden.

wassollwerden: Bist du im Schichtdienst tätig?

Hannes:
Nein.

wassollwerden: Wie sieht es mit deiner persönlichen Zufriedenheit aus? Magst du deinen Job?

Hannes: Ich bin mit meinem Job sehr zufrieden. Ich will auch weiterhin darin arbeiten.

wassollwerden: Hast du Möglichkeiten, innerbetrieblich aufzusteigen?

Hannes: Ja, man kann aufsteigen. Es ist am ratsamsten, sich irgendwann, möglichst früh nach der Ausbildung, über den Meister und den Techniker zu erkundigen.

wassollwerden: Kannst du Jugendlichen empfehlen, den Job Industrieelektroniker zu erlernen?

Hannes:
Auf jeden Fall. Man hat immer mit einer Menge Leute zu tun, hat Abwechslung und man kann in der richtigen Firma eine Menge von der Welt sehen.

wassollwerden: Bist du mit deinem Gehalt zufrieden?

Hannes: Ich komme damit sehr gut über die Runden.

wassollwerden: Ist deine Arbeit eher teamorientiert, oder musst du hauptsächlich eigene Entscheidungen treffen?

Hannes: Meist arbeite ich im Team. Man muss sich auf den anderen verlassen können.

wassollwerden: Macht dir dein Job Spaß?

Hannes: Ja...

wassollwerden: Würdest du wieder Industrieelektroniker werden, wenn du neu entscheiden müsstest?

Hannes: Ich würde wahrscheinlich weiter zur Schule gehen und dann studieren.

wassollwerden: Hast du Freundschaften bei der Arbeit knüpfen können?

Hannes: Meinen besten Freund habe ich bei der Arbeit gefunden!

wassollwerden: Hannes, vielen Dank für das Interview. Viel Spaß bei der Arbeit.