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Hat Handwerk noch goldenen Boden?Früher galt es ja noch was, einen Handwerksberuf zu erlernen. Heute sind Schulabgänger eher im Zweifel: Sind deutsche Handwerkbetriebe überhaupt konkurrenzfähig? Ist mein Job denn auch auf Dauer sicher?Die VielfaltEs gibt mehr als 100 Handwerksberufe. Da sollte eigentlich für jeden etwas dabei sein. Wer mit dem Gedanken spielt, einen Handwerksberuf zu ergreifen, sollte sich auf jeden Fall umfassend über alle Berufsbilder informieren. Denn gerade in den weniger bekannten Branchen gibt es echte Chancen.Also, nicht immer nur Krankenschwester oder Kfz-Mechaniker/in in die engere Wahl nehmen! Das Handwerker ist bunter und vielfältiger, als du denkst. Schulabschluss und AusbildungFür Hauptschüler, die einen Handwerksberuf erlernen, gibt es die Möglichkeit, die Mittlere Reife zu erreichen. Über das duale Berufskolleg können Realschüler die Fachhochschulreife erwerben.Die RisikenIm Handwerk wird der Wettbewerb stärker. Seit die Europäische Union auf acht osteuropäische Länder angewachsen ist, können Handwerker aus diesen Ländern, die sich selbständig melden, ihre Dienste in Deutschland anbieten. Die Änderung der Handwerksordnung hat diese Lage noch verschärft.Zulassungsfreie Bauhandwerksberufe wie Parkettleger oder Gebäudereiniger bekommen besonders Konkurrenz. Die Zahl der Fliesenleger hat sich mehr als verdoppelt. (Quelle: Süddeutsche Zeitung) Frauen im HandwerkDie Löhne sind gerade in den Handwerksberufen, die traditionell von Frauen ergriffen werden, besonders niedrig. Bestes Beispiel: Friseurin; hier verdienen Angestellte zwischen 500 und 1700 Euro. Frauen und Mädchen sollten sich deshalb ein Bild über mehrere Handwerksberufe machen und abwägen, ob nicht auch ein weniger frauentypischer Ausbildungsberuf Chancen bietet. Übrigens: Handwerksbetriebe brauchen keine eigene Frauentoilette, wenn sie einen weiblichen Azubi einstellen wollen!Die ChancenEine gute Ausbildung im Handwerk ist immer noch empfehlenswert. Die schlechteste Voraussetzung im Berufsleben ist es, keine Ausbildung gemacht zu haben!! Die Arbeitslosigkeit betrifft vor allem Menschen ohne Berufsausbildung oder Hilfsarbeiter/innen. Deshalb: Eine fundierte Ausbildung im Handwerk ist eine gute Investition in die Zukunft.BranchenWer sich jetzt für eine Ausbildung im Handwerk entscheidet, sollte sich auch Gedanken über die Entwicklungen in den Handwerksbranchen machen. Wie sieht die Einstellungssituation in den verschiedenen Branchen aus? Die Baubranche ist immer wieder Schwankungen unterworfen. Berufe, die weniger qualifizierte Arbeiten ausführen, haben eher mit Konkurrenz zu kämpfen.Bevor du dich für einen Handwerksberuf entscheidest, solltest du auch die Situation am Arbeitsmarkt beachten! Linktipp: www.handwerks-power.de |



