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Fang den Ausbildungsplatz

Wer anderes behauptet, lügt. Es ist im Moment nicht immer einfach, einen Ausbildungsplatz zu ergattern. Bevor man jedoch die Flinte ins Korn wirft, sollte man sich überlegen, ob man wirklich alle Register schon gezogen hat. Kreativität bei der Suche hat noch nie geschadet und ist gerade in härteren Zeiten vielleicht der Schlüssel zum Glück.

Gerade die nahe liegendsten Dinge werden von vielen leider gerne vergessen. All die lieben Onkel und Tanten, die dir an Sonn- und Feiertagen die Schokolade zustecken, solltest du nämlich auch einmal nach ihrem beruflichen Tun und Treiben ausfragen. Der eine oder die andere hat vielleicht deinen Traumjob schon in der Tasche und kann dir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Schon ausprobiert?

Vitamin B ist immer noch ein angemessenes Mittel gegen Mangelerscheinungen beim Ausbildungsplatz. Wenn du neue und alte Bekannte triffst, solltest du deshalb auch mal deine Suche thematisieren und darüber sprechen, was du gerne machen würdest. Nutze doch die Hilfsbereitschaft deines Sozialkreises in deinem Sinn. Daran ist absolut nichts auszusetzen.

Verwandte und Bekannte, die dich mögen, werden dich bestimmt gerne ihrer Personalabteilung empfehlen. Sie kennen dich schließlich seit Jahren als wohlerzogenes Mitglied der Familie oder hilfsbereite/n Freund/in. Stimmt doch, oder?!?

Auch ein Schülerbetriebspraktikum in den Ferien kann ein geeigneter Einstieg in Richtung Ausbildungsplatz sein. Durch ein Schülerpraktikum lernt man Betriebe von innen kennen und bekommt einen realistischen Blick auf den Arbeitsalltag. So sind spätere Enttäuschungen ausgeschlossen.

Beim Schülerbetriebspraktikum macht man einen guten Eindruck, indem man sich an die deutschen Sekundärtugenden wie Pünktlichkeit, Fleiß und Ordnung erinnert. Denn viele Arbeitgeber lassen sich dadurch ganz schön beeindrucken.

Wenn man sich nach der Schulzeit nicht sicher ist, wo es beruflich hingehen soll, ist ein Praktikum ein guter Weg, Kontakt zu interessanten Unternehmen zu knüpfen. Wer es schafft, sich als Praktikant/in unentbehrlich zu machen, vergrößert auch seine Chancen auf einen Ausbildungsplatz.
Dass es für ein Praktikum nur in den seltensten Fällen Geld gibt, sollte einem allerdings vorher schon klar sein.

Die Suche in den Stellenanzeigen der regionalen Tageszeitungen versteht sich eigentlich von selbst. Nicht alle Betriebe melden freie Stellen beim Arbeitsamt, deshalb sollte am Sonntag über deinem Brötchen ein Stapel Gedrucktes auf deinem Tellerchen liegen. "Beim Essen wird nicht gelesen," werden die wenigsten Erziehungsberechtigten meckern, denn deine systematische Vorgehensweise macht bestimmt den allergrößten Eindruck.

Da du ja schon diese tolle Webseite gefunden hast, dürfte die Recherche im Internet für dich zu den leichtesten Übungen gehören. Dafür muss man vorher nicht einmal duschen und die Chancen stehen gar nicht schlecht, in der virtuellen Welt einen Jagderfolg zu verbuchen.

Außer den üblichen Lehrstellenbörsen solltest du auch Firmenwebsites in deine Suche mit einbeziehen, denn viele Unternehmen veröffentlichen Stellenangebote erst einmal auf ihren eigenen Unternehmensseiten. Die Handwerkskammern sind ebenfalls eine gute Adresse, denn sie sind im Besitz von ausführlichen Verzeichnissen der Ausbildungsbetriebe.

Falls du ein bestimmtes Unternehmen ganz besonders faszinierend findest, dann schau doch mal vorbei und frage selbst nach, ob es dort Ausbildungsplätze gibt. Deine Begeisterung und deine Kenntnisse des Unternehmens hinterlassen bestimmt einen guten Eindruck. Wenn es gar nicht anders geht, dann genügt auch ein Anruf. Persönlich vorbeizuschauen ist natürlich noch viel besser.

Auch wenn es nicht auf Anhieb klappt, steigern diese Tipps bestimmt die Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden. Deshalb: Ausprobieren.