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Verkrachte Existenz oder Existenzgründer?

Eigentlich ist alles klar. Du beendest die Schule, danach beginnst du eine Ausbildung oder ein Studium. Wenn du das geschafft hast, bewirbst du dich bei einem Unternehmen. Eigentlich ist alles klar, oder?

Aber manche Menschen sprühen vor Ideen und diese Ideen gehen ihnen nicht mehr aus dem Kopf. Obwohl ihnen jeder dazu rät, sich einen normalen, d.h. im Allgemeinen einen Job als Angestellter in einem Unternehmen zu suchen, sind sie irgendwie unzufrieden. Denn sie möchten nicht die gleichen ausgetretenen Pfade betreten wie alle anderen, sondern etwas Eigenes starten und ihre eigenen Ideen verwirklichen. Weil sie an diese eigenen Ideen glauben. Ganz fest.

Und andere haben das ja auch geschafft. Schließlich muss auch der Erfinder von Amazon oder der Pizza-Hut-Kette irgendwann einmal mit einer Idee angefangen haben. Auch jede kleine Kneipe um die Ecke hat doch mal mit einem Traum eröffnet.

Es gibt eine Welt außerhalb der ausgetretenen Pfade des Arbeitsamtes. Aber wie findet man die? Wer hilft einem dabei, einen Laden aufzumachen, eine neue Dienstleistung anzubieten oder gar ein Unternehmen zu gründen? Wie fängt man an, wenn man eine Idee hat und sonst gar nichts. Kein Geld von den Eltern, kein Startkapital und keine Ahnung von Buchhaltung.

Wenn man sich einfach nur selbstständig machen möchte, ist der Weg nicht ganz so schwierig. Ob als Künstler, Webdesigner, Unternehmensberater oder Fotograf: Wer bereits in einer Branche Erfahrungen gesammelt hat und nun glaubt, dass er seine Fähigkeiten erfolgreich anbieten kann, holt sich eine Steuernummer beim zuständigen Finanzamt. Häufig geht das schon per Internet. Die Betreuung durch einen grundsoliden Steuerberater ist für jeden Freiberufler Pflicht. Nur die wenigsten kennen jeden der 1000 Steuertricks und Kniffe.

Komplizierter wird es, wenn man ein richtiges Unternehmen gründen möchte und für die Umsetzung seiner Firmenidee Kapital benötigt. Dann ist der Anfang aller guten Dinge das Konzept. Das Konzept braucht man, damit man späteren Partnern, wie zum Beispiel Banken oder Beratern, einen überzeugenden Eindruck seines Vorhabens vermitteln kann. Im Konzept beschreibt man alle wichtigen Bereiche der Gründungsidee, vom ersten Gedanken bis zur Situation der Branche, in der man tätig sein möchte.

Schon beim Konzept ist es dann schon meist an der Zeit, sich Hilfe von außen zu holen, denn so ein Businessplan wirft viele Fragen auf. Bei der Erstellung der Rentabilitätsvorschau und der Liquiditätsplanung, die Bestandteil eines Unternehmensgründungskonzeptes sind, benötigen die meisten Gründer und Gründerinnen Unterstützung von außen.

Empfehlenswert ist deshalb der Besuch eines Existenzgründer-Workshops, wie er in vielen Städten angeboten wird, aber auch Beratungszentren helfen Gründern weiter, denn Gründungen werden gefördert. Die Wirtschaft eines Landes lebt unter anderem davon, dass neue Ideen und Impulse sich durchsetzen können. Meist gibt es verschiedene Fördertöpfe, sowohl regionale als auch europäische, auf die man eventuell zugreifen kann.

Auch für diese Fälle ist Beratung gefragt, denn welche der vielen Fördermöglichkeiten von ERP (Eigenkapitalhilfe-Programm) bis Überbrückungsgeld für das eigene Unternehmen hilfreich sein kann, ist gar nicht so einfach herauszufinden.

Du willst noch mehr Infos?

Hier einige weiterführenden Webseiten zur Existenzgründung im Netz:

http://www.bmwi.de/Navigation/existenzgruender.html

www.focus.de/existenzgruendung 

www.gruenderinnen.de

www.ifex.de

http://www.startup-in-bayern.de