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Die Qual der Berufswahl

Ganz schön schwierig, sich für einen Beruf entscheiden zu müssen. Da hat der/die durchschnittliche Schulabgänger/-in mehr Fragen als Antworten parat. Denn plötzlich soll man sich ja für das ganze Leben festlegen, eigene Entscheidungen treffen, realistisch bleiben und zukunftsweisend zugleich sein. Kreisch!

Doch halt: Wenn die Gedanken beginnen, sich im Kreis zu drehen, hilft es oft, eine Methode zu entwickeln. Wir wollen euch einmal konkrete Vorgehensweisen vorstellen, die dabei helfen können, die richtige Entscheidung im Bereich der Berufswahl zu treffen.

Tu, was du liebst

Bevor ihr euch für einen Beruf entscheidet, solltet ihr euch darüber Gedanken machen, welche besonderen Fähigkeiten und Interessen ihr habt. Diese Beruf sollten einerseits begehrenswert sein, aber andererseits auch zu euch passen. Auf keinen Fall sollte man Telefonistin werden, wenn man das Telefonieren hasst, aber auch nicht Topmodell, wenn die Maße nicht top sind. Nein, man tut einfach etwas, das man besonders gut kann und wofür man sich eignet. Klingt doch eigentlich ganz einfach, oder?

Aber was kann ich schon?

Diese Frage stellt sich durchaus nicht wenigen Betroffenen. Doch euren Freunden, Eltern, Lehrern oder Berufsberatern fällt dazu bestimmt auch etwas ein. Deshalb solltet ihr viele Gespräche darüber führen. Und viele Bücher, Webseiten (Berufsinformationszentrum), Zeitungsartikel und Fernsehbeiträge über die Berufswelt konsumieren.
Die Information über Inhalte und Anforderungen der Berufe ist ein weiterer wichtiger Schritt. Denn je mehr ihr über einen Beruf wisst, desto eher wisst ihr, ob er zu euren eigenen Fähigkeiten und Interessen passt. Übrigens: Es gibt viel mehr spannende Berufe, als man landläufig so kennt.
Die Broschüren bei den Handwerkskammern, dem Arbeitsamt und der Industrie- und Handelskammer habt ihr natürlich eingesammelt.  

Informationen einordnen

Jetzt ist es Zeit, über die gewonnenen Informationen nachzudenken und sie zu ordnen. Wo stehen meine Chancen günstig? Welche Berufe interessieren mich brennend? In welchem Beruf kann ich meine Vorstellungen am ehesten verwirklichen?

Macht euch Notizen, welche Branchen und Berufsbilder euch besonders gefallen haben. Auch eine Liste der Vor- und Nachteile einer Ausbildung helfen bei der Entscheidungsfindung.

Blockier dich nicht!

Das Suchen nach einem Beruf sollte als echte Aufgabe betrachtet werden. Wer erwartet, mit der Frage nach der beruflichen Zukunft sofort eine Antwort parat zu haben, dem fällt oft leider gar nichts ein. Das Suchen kann Spaß machen. Die Welt ist groß! Wer die ausgetretenen und wohlbekannten Pfade des Freundes- und Bekanntenkreises betritt, der stiehlt sich selbst die Möglichkeit, seine ganz besonderen individuellen Fähigkeiten zu verwirklichen.

Die kleine Prise Realität

Klar, es nützt wenig, KfZ-Mechaniker/-in werden zu wollen, wenn es in diesem Beruf keine Ausbildungsplätze gibt. Deshalb sollte auch ein Blick auf den Arbeitsmarkt oder ein Gespräch mit eurem Berater beim Arbeitsamt eure Vorstellungen auf ein gesundes und realistisches Maß zurückführen. Aber immer daran denken: Wenn ihr einen echten beruflichen Traum habt, dann bleibt dran und versucht, euch durchzusetzen. Vieles ist möglich, wenn man sich wirklich reinhängt. Und der Stolz auf das Erreichte ist umso größer, je mehr Widerstände überwunden werden mussten.

Viel Spaß bei der Zukunft!