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Damit das EQJ kein Flop wird…

Das Einstiegsqualifizierungsjahr, das Regierung und Wirtschaft aus der Taufe gehoben haben, steht in der Kritik. Eigentlich soll es Jugendliche, die noch nicht ausbildungsreif sind, einen Einstieg in Unternehmen ermöglichen. Doch manche Firmen scheinen dieses Ziel des EQJ aus dem Blick zu verlieren.

Laut einem Bericht von Report Mainz (ARD) sollten Jugendliche beim EQJ besonders wachsam sein.
Denn Ziel des EQJ ist es, so haben es Wirtschaft und Regierung vereinbart, Jugendlichen, die als noch nicht ausbildungsreif gelten, eine Möglichkeit zu schaffen, in das Berufsleben einzusteigen.

"Noch nicht ganz ausbildungsreif" heißt, dass in wichtigen Fächern wie Mathematik oder Deutsch Schwächen vorhanden sind. 

Wer also schon länger auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz ist und aufgrund seiner Mankos Schwierigkeiten hat, ein Unternehmen von sich als Azubi zu überzeugen, wird sich bestimmt für diese Möglichkeit interessieren.

Doch Vorsicht: Sind die Anforderungen an Jugendliche genauso hoch wie für einen gewöhnlichen Ausbildungsplatz?
Wenn Unternehmen perfekte Bewerber für das EQJ fordern, sollte man beim Bewerbungsgespräch schon einmal ganz genau nachfragen, welche Aufgaben ein EQJ-ler zu erfüllen hat.
Der Wettbewerbsdruck verleitet manche Firmen dazu, Jugendliche, die durchaus ausbildungsfähig sind, zu einem staatlich subventionierten Gehalt die Arbeit einer Vollzeitkraft leisten zu lassen.
Das kann nicht im Sinn des EQJ sein!

Deshalb sollten Jugendliche sehr gut darauf achten, dass ein Praktikum seinen Praktikumscharakter auch behält! Ein Praktikum dient dazu, auf eine spätere Ausbildung oder Einstellung vorzubereiten. Grundsätzlich sollten in dem Unternehmen, das Praktika anbietet, später auch Praktikanten in eine Festanstellung oder Ausbildung übernehmen. Fragt ruhig mal bei Euren Kollegen nach, wie es damit aussieht und ob dieser Fall schon einmal eingetreten ist.

Wenn nicht, dann solltet Ihr gut abwägen, ob das EQJ für Euch sinnvoll ist, oder Ihr Euch nicht doch lieber weiter um einen Ausbildungsplatz bemühen wollt.
Denn genau wie die Unternehmen sollten auch die Auszubildenden die derzeitige Phase des Aufschwungs nutzen, um für ihre Ziele das Bestmögliche zu erreichen.