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Gewinnspiel: Wir nennen es Arbeit

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Wir nennen es Arbeit

Autoren: Holm Friebe und Sascha Lobo Verlag: Heyne Preis: 17,95 Euro
Aufmachung:   ****
Nutzwert:   *****
Preis/Leistung:   *****
Ein lesenswertes Werk das dennoch für alle, ob fest oder frei, in den nicht mehr ganz neuen Medien tätigen Menschen ein Muss sein sollte.
Gerade für Menschen in den IT-Berufen stellt sich die Frage, ob eine Festanstellung einer Selbständigkeit in jedem Fall vorzuziehen sei. Bezahlter Urlaub und ein festes Gehalt sind häufig überzeugende Argumente, die für die Festanstellung sprechen. Deshalb wird von den meisten Menschen die Unterschrift unter den festen Arbeitsvertrag als das höchste Ziel der beruflichen Entwicklung betrachtet.

Doch Holm Friebe und Sascha Lobo behaupten in ihrem Buch, das durchaus als gesellschaftskritisches Pamphlet betrachtet werden kann, dass es intelligentes Leben jenseits der Festanstellung gäbe.

"Digitale Bohème“ ist das schöne und vielzitierte Schlagwort, mit dem die beiden Autoren das Phänomen umschreiben, dass das Leben der Jobnomaden der IT-Welt umschreibt. Sie sind keines Herren Knecht, sondern bieten ihre professionellen Dienste für einen befristeten Zeitraum an. Natürlich ist das Mehr an persönlicher Freiheit und Unabhängigkeit für viele verführerisch. Die Nachteile der Festanstellung werden von den beiden Autoren genüsslich durch den Kakao gezogen: Von der Opferung des Privatlebens bis zur Abhängigkeit vom firmeneigenen System-Administrator, von der Übernahme des unternehmenseigenen Jargons bis zur partiellen Aufgabe des eigenen Freundeskreises zugunsten des Kollegennetzwerkes reicht die bisweilen pointierte Kritik.

Ein lesenswertes Werk das dennoch für alle, ob fest oder frei, in den nicht mehr ganz neuen Medien tätigen Menschen ein Muss sein sollte.
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